Rollenspiele

Obwohl es viele verschiedene Arten und Auffassungen von Rollenspielen gibt, lassen sie sich alle auf ein gemeinsames Prinzip zurückführen. Wie der Name der Spielbezeichnung bereits verrät, nimmt man bei einem Rollenspiel eine bestimmte Rolle ein, die durch viele verschiedene Faktoren gekennzeichnet ist. Bei einem Rollenspiel nehmen die Spieler also mehr oder weniger die Rolle eines Schauspielers ein.

Eine Art des Rollenspiels entwickelt sich bereits im frühen Kindesalter und wird teilweise über einige Jahre hinweg übernommen. Feste wie Karneval oder Halloween sind hierbei gute Beispiele. Wenn die Kinder sich verkleiden, schlüpfen sie in eine Rolle und ergänzen diese eventuell durch die Interaktion mit anderen Kindern.
Spielzeug fällt auch in diese Kategorie. Die Entwickler mancher Spielwaren bringen Spielzeug mit thematischen Schwerpunkten (zum Beispiel Mittelalter, Bauernhof oder Sport) auf den Markt. Die Kinder nehmen diesen thematischen Schwerpunkt an und nehmen wiederholt eine Rolle ein. Rollenspiele dieser Art zeichnen sich vor allem dadurch aus, dass sie spontan entschieden werden und keine festen Regeln haben – es sei denn, die Spieler legen sie selbst fest.

Rollenspiele können allerdings auch in Kartenform auftreten. Das Spiel “Werwolf” ist hierbei ein bekanntes und ziemlich beliebtes Spiel. Hierbei erhält jeder Teilnehmer eine Karte, die ihm seine Rolle verrät und gegebenenfalls mit einer besonderen Ausrüstung oder Fähigkeit ausstattet. Der Spieler nimmt diese Rolle ein und handelt so, wie es von seiner Figur erwartet wird. Rollenspiele dieser Art besitzen geregelte Abläufe, an die sich jeder Spieler zu halten hat. Außerdem treten sie nicht spontan auf, sondern werden geplant. Oftmals werden sie sogar durch Kostüme und Utensilien aufgewertet, wodurch sie an Authentizität gewinnen.

Die wohl bekannteste Form des Rollenspiels ist jedoch der virtuellen Welt zuzuordnen. So gibt es mittlerweile sowohl für den Computer als auch für alle Spielkonsolen Rollenspiele, die nach dem gleichen Prinzip verfahren wie die anderen Formen dieser Art. Der Spieler nimmt auch hier wieder eine bestimmte Rolle ein und steuert seine Figur durch eine virtuelle Welt. Allerdings gibt es auch hier von Spiel zu Spiel einige Unterschiede. So gibt es auf der einen Seite die vorgefertigten Rollenspiele, die eine fertige Geschichte, feste Nebencharaktere und bestimmte Schauplätze besitzen und dem Spieler nur wenige Möglichkeiten zur freien Gestaltung lassen. Auf der anderen Seite gibt es jedoch auch Online-Rollenspiele, bei denen der Nutzer wesentlich mehr Spielraum besitzt und seine Figur mit Namen, Ausrüstung, Fähigkeiten und Aussehen ausstatten kann. Diese Form des Rollenspiels ist dermaßen beliebt, dass sie sogar in Internetforen Verwendung findet.